HDMI vs. DisplayPort: Welcher Anschluss ist besser?

HDMI und DisplayPort übertragen beide Bild und Ton digital – doch sie haben unterschiedliche Stärken. Wir zeigen, wo die Unterschiede liegen und welcher Anschluss für TV, PC-Monitor oder Gaming die bessere Wahl ist.

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Wer einen Monitor, Fernseher oder eine Grafikkarte anschließt, steht oft vor der Frage: HDMI oder DisplayPort? Beide Anschlüsse übertragen Bild und Ton digital und sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Trotzdem gibt es Unterschiede, die je nach Einsatzzweck wichtig sein können. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was die beiden Standards unterscheidet und welcher Anschluss für welche Situation die bessere Wahl ist.

Was sind HDMI und DisplayPort?

Beides sind digitale Schnittstellen, über die Videosignale – und in der Regel auch Tonsignale – zwischen einem Gerät und einem Bildschirm übertragen werden.

  • HDMI (High-Definition Multimedia Interface) wurde vor allem für den Bereich Unterhaltungselektronik entwickelt. Man findet den Anschluss an nahezu jedem Fernseher, an Spielekonsolen, Blu-ray-Playern, Receivern und Beamern.
  • DisplayPort stammt ursprünglich aus der Computerwelt. Er sitzt häufig an Grafikkarten, PC-Monitoren und Laptops, ist an Fernsehern dagegen kaum zu finden.

Schon hier zeigt sich der grundlegende Unterschied: HDMI ist der Standard im Wohnzimmer, DisplayPort eher am Schreibtisch.

Auflösung und Bildwiederholrate im Vergleich

Die wichtigsten technischen Kennzahlen sind die maximale Auflösung (zum Beispiel Full HD, 4K oder 8K) und die Bildwiederholrate, also wie viele Bilder pro Sekunde übertragen werden (gemessen in Hertz, Hz). Hier kommt es stark auf die jeweilige Version des Anschlusses an, denn beide Standards wurden über die Jahre mehrfach weiterentwickelt.

HDMI-Versionen

  • HDMI 1.4: 4K, aber nur mit 30 Hz – für Filme ausreichend, für flüssiges Gaming zu wenig.
  • HDMI 2.0: 4K mit 60 Hz.
  • HDMI 2.1: deutlich mehr Reserven, etwa 4K mit 120 Hz oder 8K mit 60 Hz.

DisplayPort-Versionen

  • DisplayPort 1.2: 4K mit 60 Hz.
  • DisplayPort 1.4: 4K mit 120 Hz oder 8K mit 60 Hz (mit Komprimierung).
  • DisplayPort 2.0/2.1: noch höhere Datenraten für sehr hohe Auflösungen und Bildraten.

Wichtig ist: Die tatsächlich mögliche Auflösung und Bildrate hängt immer vom schwächsten Glied der Kette ab. Quelle (etwa die Grafikkarte), Kabel und Bildschirm müssen die gewünschte Version alle unterstützen.

Stärken von DisplayPort

DisplayPort spielt seine Vorteile vor allem am PC und beim Gaming aus:

  • Hohe Bildraten: Für Gaming-Monitore mit 144 Hz, 240 Hz oder mehr ist DisplayPort traditionell sehr gut geeignet.
  • Mehrere Monitore über einen Anschluss: Mit der Funktion „Multi-Stream Transport“ lassen sich mehrere Bildschirme hintereinander („Daisy Chaining“) verbinden.
  • Adaptive Synchronisation: Techniken gegen Bildrisse (Tearing) sind hier gut verankert.

Stärken von HDMI

HDMI punktet vor allem im Heimkino und bei der Vielseitigkeit:

  • Überall vorhanden: Praktisch jeder Fernseher, Beamer und jede Konsole hat HDMI.
  • Audio-Rückkanal (ARC/eARC): Ton kann auch vom Fernseher zurück zur Soundbar oder zum Receiver geleitet werden – ideal fürs Wohnzimmer.
  • Steuerung mehrerer Geräte: Über die CEC-Funktion lassen sich verbundene Geräte teilweise mit einer einzigen Fernbedienung bedienen.

Was ist mit USB-C und Thunderbolt?

Viele moderne Laptops und Monitore nutzen den USB-C-Anschluss zur Bildübertragung. Dahinter steckt häufig der „DisplayPort Alternate Mode“: Über das USB-C-Kabel wird also ein DisplayPort-Signal übertragen. Praktisch ist das vor allem, weil ein einziges Kabel gleichzeitig Bild, Daten und Strom liefern kann.

Welcher Anschluss ist nun besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht – es kommt auf den Einsatzzweck an:

  • Fernseher, Konsole, Beamer, Heimkino: HDMI ist hier die natürliche Wahl, oft gibt es gar keine Alternative.
  • PC-Monitor und Gaming am Rechner: DisplayPort ist häufig die bessere Option, besonders bei hohen Bildwiederholraten.
  • Laptop mit nur einem USB-C-Anschluss: Hier führt der Weg meist über USB-C, je nach Monitor mit passendem Kabel oder Adapter.

In der Praxis ist die konkrete Version des Anschlusses oft entscheidender als die Frage HDMI gegen DisplayPort. Ein aktueller HDMI-2.1-Anschluss kann mehr leisten als ein älterer DisplayPort 1.2 – und umgekehrt.

Fazit

HDMI und DisplayPort sind beide hochwertige digitale Anschlüsse, die sich in ihren Stärken unterscheiden. HDMI dominiert die Unterhaltungselektronik und das Wohnzimmer, DisplayPort glänzt am PC und beim Gaming mit hohen Bildraten und Mehrschirm-Funktionen. Wer kauft, sollte vor allem auf die unterstützte Version von Quelle, Kabel und Bildschirm achten – denn diese entscheidet darüber, welche Auflösung und Bildrate tatsächlich möglich sind.

Mehr zum Thema findest du in unserer Übersicht: Hardware-Grundlagen: Alle Artikel im Überblick.

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