Wer produzierte den ersten Quantencomputer?

Einen einzelnen „ersten Quantencomputer" gibt es nicht. Erste funktionierende Prototypen entstanden 1998, kommerzielle Systeme folgten ab 2011.

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Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt nicht den einen ersten Quantencomputer und keinen einzelnen Erfinder. Die Entwicklung verlief in Stufen – von theoretischen Ideen über Labor-Prototypen bis zu kommerziellen Systemen.

Die theoretischen Grundlagen

In den 1980er-Jahren skizzierten Physiker wie Richard Feynman und David Deutsch die Idee, Rechner auf Basis der Quantenmechanik zu bauen. Das war noch reine Theorie, lieferte aber das Fundament.

Die ersten funktionierenden Prototypen

Ende der 1990er-Jahre gelang der Sprung ins Labor. 1998 demonstrierten Forschergruppen die ersten funktionsfähigen Quantencomputer mit wenigen Qubits – realisiert über Kernspinresonanz (NMR). Daran beteiligt waren unter anderem Teams an Universitäten wie Oxford, Stanford, MIT und Berkeley sowie bei IBM. Diese Maschinen konnten nur winzige Beispielrechnungen ausführen, bewiesen aber das Prinzip.

Der Weg zu kommerziellen Systemen

Den Schritt zum Verkauf machte das kanadische Unternehmen D-Wave Systems: 2011 brachte es mit dem „D-Wave One" das erste kommerziell angebotene Quantensystem auf den Markt – allerdings einen spezialisierten Quanten-Annealer, dessen Einordnung als „echter" Quantencomputer fachlich diskutiert wurde. Parallel trieben IBM und später Google supraleitende Quantenprozessoren voran, die heute den Stand der Technik prägen.

Fazit

„Wer war zuerst?" hängt von der Definition ab: theoretisch die Physiker der 1980er, als Labor-Prototyp die NMR-Experimente von 1998, kommerziell D-Wave 2011. IBM zieht sich als Mitwirkender durch fast alle diese Etappen.

Mehr zum Thema findest du in unserer Übersicht: Technikgeschichte: Alle Artikel im Überblick.

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